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Sill Optics ist eines der wenigen mittelständischen Unternehmen in Deutschland, das sich auf die Herstellung optischer Komponenten spezialisiert hat. In der nun 110-jährigen Erfolgsgeschichte seit Firmengründung im Jahre 1894 sind umfangreiches Know-how und Produktionsflexibilität gewachsen. Unsere eigene CAD-Konstruktionsabteilung sowie neueste CNC Anlagen versetzen uns in die Lage, auch den modernsten Anforderungen an die Fertigung von Serien und Prototypen gerecht zu werden. Das Produktionsspektrum umfasst Optiken für modernste Hightech Anwendungen von der Medizin- über die Laser- u. Messtechnik bis hin zur Optoelektronik.

Sill Optics 2004

Unsere Fertigungsstätte im Industriegebiet von Wendelstein

Die Gründung erfolgte im Jahre 1894 durch Julius Ernst Sill als "optische Schleiferei" in der Schwabenmühle an der Pegnitz in Nürnberg. Der Fluss Pegnitz lieferte die Wasserkraft für das Antreiben der Schleif- und Poliermaschinen.

Die Fertigungspalette bestand damals aus Spiegeln und Linsen für die Spiegel- und Spielwarenindustrie im Raum Nürnberg. Die Werkstätte entwickelte sich sehr expansiv. Die Fertigung musste mehrmals in größere Räume verlagert werden, bis in Sorg / Wendelstein endlich genug Platz für das aufstrebende Unternehmen gefunden wurde. Auch hier, in einer ehemaligen Spiegelschleiferei, wurde die Wasserkraft der Schwarzach genutzt, um eine kostengünstige Fertigung zu ermöglichen.

1912 konnte eine Presserei für optische Rohgläser erstellt werden. Der Einsatz vorgeformter Linsenrohlinge führte zu einer schnelleren und rationelleren Herstellung der Linsen.

Mit dem Einstieg von Ing. Hans Horr entwickelte sich die Werkstätte zu einem Industrieunternehmen für optische Linsen und konnte seine Produktpalette erweitern, mit z. B. Linsen für die Laterne Magica.

Die Werkstätte wurde 1934 in die Firma "Optisches Werk Julius Ernst Sill" umbenannt.

Nach dem Krieg begann die Produktion wieder speziell mit Brillengläsern, welche unter dem Namen Correctal vertrieben wurden.

Die Akquisition von Maschinen und Einrichtungen der Firmen Roeschlein, Bad Kreuznach und OHG Osterode und die Eingliederung in J. E. Sill durch Hannes Horr, ermöglichte die Erweiterung in eine Fertigung der "Feinoptik" für höherwertige optische Linsen und Komponenten. Jetzt konnten auch Linsen nach Kundenzeichnungen hergestellt werden. Das Programm umfasste nun Beleuchtungs-Optiken, sowie Objektive für Projektions-, Kino- und Vergrößerungstechnik. Speziell mit dem Bereich Beleuchtungstechnik gelang der Einstieg in den englischen Markt.

Es folgte die Entwicklung und Herstellung von Objektiven für Profil Projektoren einschließlich der dazu benötigten Kondensoroptiken für die Beleuchtung, zuerst speziell für Kunden in England. Damit begann bei Sill Optics die Erfahrung mit telezentrischen Objektiven und deren Einsatzfeld im Bereich der Messtechnik.

Heute ist Sill Optics erfahrener und weltweit unabhängiger Hersteller dieser Objektive für Profil-Projektoren mit Vergrößerungen von 5 - 100 fach für alle Projektionsschirmgrößen von Durchmesser 300 bis 1000 mm.

Die Herstellung der kundenspezifischen Linsenfertigung konnte um den Bereich der Instrumenten- und Keilgläser erweitert werden, welche speziell in Flugzeug Cockpits eingesetzt wurden. Mit diesen neuen Produkten hatte J. E. Sill zeitweilig einen Exportanteil seiner Produktion von bis zu 80% und lieferte nach USA, UK und andere Kontinente.

Ab 1982 wurde die gesamte Palette der Profil Projektionsobjektive neu berechnet und den engeren Toleranzwünschen der Kunden angepasst.

1986 war eine entscheidende weitere Trendwende hin zu einer technologischen Verbesserung, gleichzeitig wurden aufgebaut:
• eigene Optikberechnung,
• Synchrospeed - Abteilung
• Fertigung von F-Theta Planfeldobjektiven

Von 1989 bis 1994 gehörte Sill Optics zum Melles Griot Unternehmensverbund.

Seit Juli 1994 ist Sill wieder unabhängig, 100% privat eigenständig und wird von Berndt Zingrebe als Geschäftsführender Gesellschafter geführt. Bei der Akquisition hatte der Betrieb noch 45 Mitarbeiter (innen) und einen Umsatz von etwas mehr als 6 Millionen DM. Bedingt durch die Kontakte zu vorherigen Key-Customern konnte der Umsatz wieder ausgeweitet werden.

Es wurde in neue CNC-Maschinen für das Schleifen, Polieren und Zentrieren der Präzisionslinsen investiert, um die Fertigung zu modernisieren. Damit war die Fertigung in der Lage die verengten Spezifikationen der Produkte, welche die Kunden verlangten, zu erreichen.

Gleichzeitig begann die verstärkte Ausbildung von jungen Leuten zu Facharbeitern für Feinoptik und Industriemechaniker, Geräte und Feinwerktechnik, sowie als Industriekaufleute. Für dieses Engagement erhielt Sill Optics den Job-Star der Region Nürnberg , sowie den Unternehmerpreis der SPD- Landtagsfraktion. Bevorzugt wurden auch weibliche Auszubildende in diese Berufe aufgenommen.

Die Umsatzentwicklung gestaltete sich sehr positiv und es konnten auch wieder vermehrt Kunden im Exportgeschäft gefunden werden. Diese Expansion wurde herbeigeführt durch den Aufbau eines Kataloges, in dem die vielen neuen Produkte dargestellt wurden und durch die Teilnahmen an mehreren Messen im In- u. Ausland.

Bedingt durch diese Umsatzerweiterung und für die Unterstützung des internationalen Vertriebes wurde das Unternehmen im Jahre 1998 in "Sill Optics" umbenannt.

Das Umsatz- und Produktionsvolumen erweiterte sich sehr schnell, so dass die Räume in Sorg nicht mehr den Anforderungen genügten. Eine neue Fertigungsstätte konnte im neuen Industriegebiet von Wendelstein erworben und ab 1999 bezogen werden. Die Verwaltungs- und Produktionsfläche beträgt nun 4.000 m² auf einer Grundfläche von 11.000 m². Die Produktion konnte jetzt nach optimalen Gesichtspunkten strukturiert werden.

Die Investition in neue CNC-Maschinen für das Vor- u. Feinschleifen, Polieren und Zentrieren machte die Herstellung hochwertiger optischer Komponenten erst möglich. Der hohe Anteil an qualifizierten Facharbeitern in der Produktion, welche die neuen CNC-Maschinen bedienen können, garantieren auch aufgrund Ihrer Erfahrung eine effiziente und flexible Fertigung der Präzisionskomponenten.

Die eigene Ausbildungsabteilung sorgt für den benötigten Nachwuchs zur Kapazitätsabsicherung, sowie Schulungen der Mitarbeiter für den technologischen und qualitativen Standart.

Die Qualitätssicherung, in der ebenfalls erfahrene Facharbeiterinnen beschäftigt sind, garantiert die gute Qualität der Komponenten und Objektive. Alle montierten Objektive werden nach den Spezifikationen der Kunden von speziell geschulten Ingenieuren kontrolliert. Das Qualitätssystem ist seit Jahren zertifiziert und ab 2002 nach der neuesten DIN EN ISO 9001:2000.

Die Wünsche der Sill Optics Kunden nach neuen Entwicklungen werden von unseren Dipl.- Physikern und Ingenieuren durch kompetente Beratung und optimales Design, gemäß den Anwendungsspezifikationen schnellstens zu neuen Produkten umgesetzt.

War J. E. Sill einst ein überwiegender Linsenhersteller, so hat sich Sill Optics zu einem erfahrenen Entwickler und Hersteller von Objektiven mit einer breiten Palette gewandelt.
Schnelligkeit und Flexibilität sind dabei ebenso garantiert, wie ein gutes Preis- Leistungsverhältnis, was von den Kunden sehr geschätzt wird.

Zu den bestehenden Bereichen Linsenfertigung, Objektive für die Profile - Projektion, sowie OEM-Anwendungen sind neu ins Programm aufgenommen:

• Scan Objektive für die Laseranwendungen für Wellenlängen von 163 nm bis 10,6 my
• Telezentrische Scan Objektive
• Beamexpander, festbrennweitig und variabel mit mechanischer und motorisierter Verstellung
• Telezentrische Objektive für die Bildverarbeitung und Prozesskontrolle
• Telezentrische LED-Kondensoren und Beleuchtungen
• Faseroptische Komponenten, wie Ringlichter
• Lichtquellen mit geringer Leistungsschwankung
• Objektive für die Erkennung beweglicher Objekte
• Makro Objektive zur Bildverstärkerübertragung

Sill Optics kann nun das 110-jährige Bestehen mit seiner Belegschaft von 92 Mitarbeitern inklusive 12 Auszubildenden und einen Jahresumsatz von 8 Millionen Euro in seiner neuen größeren Produktionsstätte im Industriegebiet von Wendelstein im Juli 2004 feiern. Seit 10 Jahren wird der Betrieb wieder privat geführt und die Wünsche der Kunden haben oberste Priorität. Wir danken allen Kunden, den alten sowie den neuen für das bisherige Vertrauen. Wir wollen mit unserer Erfahrung und Flexibilität Sie als unseren Kunden auch weiterhin optimal betreuen und freuen uns auf Ihren Kontakt.

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