Für die Firma leben, nicht von ihr

Berndt Zingrebe, Chef von Sill Optics in Wendelstein, feiert 70. Geburtstag

WENDELSTEIN - „Man muss für die Firma leben und nicht von der Firma!“, lautet das Credo von Berndt Zingrebe. Der bodenständige Unternehmer mit Augenmaß und sozialer Verantwortung, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Sill Optics, feiert am 5. Februar 70. Außerdem blickt er heuer auf 30-jährige Verbundenheit mit dem Unternehmen zurück.

Berndt Zingrebe hat das mittelständische Unternehmen vom einfachen Linsenhersteller zum High-Tech-Hersteller optischer Komponenten und Objektive geführt. Sill Optics produziert Präzisionsobjektive für die industrielle Bildverarbeitung sowie für Laser-, Medizin- und Messtechnik.

Gründung 1984

Julius Ernst Sill hatte 1894 das Unternehmen in Nürnberg gegründet. 1923 wurde die Fertigung nach Wendelstein-Sorg verlegt, wo in den sechziger Jahren auch die Herstellung von Projektionsoptiken und anderen OEM-Optiken aufgenommen wurde. Seit 1986 hat Sill Optics eine eigene Entwicklungsabteilung, wodurch die Herstellung von hochwertigen Optiken wie F-Theta-Objektiven, Strahlaufweitern und anderen OEM-Optiken vorangetrieben wurde.

1994, als die Firma kurz vor der Pleite stand, gelang Berndt Zingrebe die Reprivatisierung. Danach ging es wieder stetig bergauf. 1999 zog Sill um ins Gewerbegebiet Wendelstein-Ost.

Die Bilanz der Arbeitsplätze spiegelt die positive Entwicklung des Unternehmens: 1994 hatte die Firma 49 Beschäftigte, heute sind es 177.

Erst kürzlich hat Sill Optics, wie berichtet, Grundsteinlegung gefeiert für zwei moderne Erweiterungsbauten mit insgesamt 1750 Quadratmetern Fläche.


Schwabacher Tagblatt 04.02.2012