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Unsere hauseigene Produktion

Das Unternehmen beschäftigt z.Zt. 145 Mitarbeiter, davon 100 Mitarbeiter in der Präzisions-Fertigung für Linsen, Fassungen und Montage, inklusive 23 Auszubildende. Der Anteil an Facharbeitern, wie Feinoptiker, Feinmechaniker und Werkzeugmacher beträgt über 50%. Ebenfalls qualifizierte Fachkräfte (Feinoptikerinnen) kontrollieren die Linsen zu 100% nach der Bearbeitung. Neueste CNC-Maschinen stehen für das Vor- u. Feinschleifen, Polieren und Zentrieren, sowie für die Metallfertigung der Fassungen zur Verfügung. Täglich werden 1400 Präzisions-Linsen mit Durchmessern von 4 mm bis 300 mm produziert. Weitere Kapazitäten sind für Beleuchtungslinsen bis 650 mm Durchmesser vorhanden. Innovative Sondermaterialien können bis zu einer Größe von 1,5 m optisch bearbeitet werden.

Highlights unserer Produktionsmöglichkeiten


Produktionsstandards

  Qualitätsoptiken   Beleuchtungsoptiken 
Durchmesser:  4 - 300 mm  10 - 650 mm 
Radien:  3 - plan  10 - plan 
Brennweiten:  8 - unendlich  18 - unendlich 
Oberflächengenauigkeit:   bis Lambda/10  > 1 Ring 
Oberflächensauberkeit:  bis 0,04 (SD10-5)  bis 0,25 (SD 60-40) 
Vergütungen:  von UV-IR  VIS 
Objektive montiert:  1-10 Linsen  1-6 Linsen 


 
   

Kundenspezifische Lösungen von Sill Optics

Besonders bei kundenspezifischen Lösungen unterstützen wir Sie von der Ausarbeitung des Designs bis zur endgültigen Lieferung der Systeme und Komponenten, die in unserem Hause gefertigt werden.

Entwicklung und Design

Sill Optics verfügt über eine eigene optische Berechnungsabteilung mit Zemax Design Software und Autocad Inventor 3D – Konstruktion für Mechanik und Objektive.

Rohmaterial

Linsenrohlinge aus optischem Glas inkl. Quarz, CaF2, Filtergläser, ZnS und Germanium werden in Form von Rundscheiben oder Presslingen angeliefert. Ca. 120 verschiedene Glasssorten in optischer Qualität werden bearbeitet.

Vorschleifen

Die Linsenrohlinge (Rundscheiben oder Presslinge) werden mit Diamant-Kronen-Werkzeugen vorgeschliffen. Jede Seite extra, weil die Krümmungsradien unterschiedlich sind. Ein Aufmaß von 0,1-0,2 mm für jede Fläche wird für das Feinschleifen und Polieren beibehalten.

Feinschleifen (Läppen)

Der Linsenradius wird mit Spezialwerkzeugen, auf denen Pellets aufgeklebt sind, feingeschliffen. In den Pellets sind Diamantkörner mit Größen von 5 μm bis zu 25 μm eingesintert. Für den Prototypbau sind spezielle CNC Maschinen mit 2 Werkzeugen im Einsatz, die das Vor- und Feinschleifen in einer Aufspannung durchführen.

Polieren

Die Linsenradien werden mit Werkzeugen poliert, die aus Aluminium vorgedreht und mit Polyurethanfolie belegt sind. Die eingeklebten Folien in den Werkzeugen werden mit Gegenwerkzeugen eingeschliffen, um die geforderte Genauigkeit zu erreichen. Als Poliermittel wird hauptsächlich Ceriumoxyd verwendet. Die Genauigkeit der Linsenfläche, welche durch die Einstellung der Maschine und die Abstimmung der Werkzeuge erreicht wird, wird berührungslos mittels eines Interferometers zu 100% kontrolliert.

Zentrieren

Nachdem beide Radien (Flächen) der Linsen poliert sind, wird die Linse in Zentriermaschinen zur optischen Achse ausgerichtet. Dabei wird die Linse mit einem transmittierenden Laserstrahl auf die genaue optische Achse justiert, mit Spanndornen fixiert und danach der Rand mit ein oder zwei Diamant-Schleifscheiben zentrisch geschliffen. Die Facetten werden im gleichen Arbeitsgang anzentriert.

QED – MRF Technologie

Moderne Objektive erfordern immer höhere Genauigkeiten, insbesondere wenn die Optiken bei kurzer Wellenlänge im Bereich von 405 nm bis 193 nm eingesetzt werden.
Herkömmliche Linsenpolitur erlaubt mit Standardverfahren Formgenauigkeiten der Oberfläche von 0,3 µm, mit erhöhtem Aufwand bis zu 0,06 µm. Dies entspricht 1/10 der Wellenlänge des He -Ne Lasers, welche in handelsüblichen Interferometern verwendet werden. Bei Anwendungen im kurzwelligen Bereich ist dieses Niveau jedoch nicht mehr ausreichend. Für höhere Formgenauigkeiten hat sich hier die MRF (Magneto Rheologic Fluid) Technologie etabliert. Damit sind Abweichungen von 0,03 µm und weniger möglich.
Das MRF Verfahren beruht auf einem punktuellen Polierverfahren, das die Fehler der Oberfläche einer vorpolierten Linse korrigiert. Ein großer Vorteil der punktuellen Bearbeitung ist die Herstellung auch von asphärischen Oberflächen. So lange man die Kontur der asphärischen Fläche kennt, kann die Maschine die nötige Korrektur an der Sollasphäre durchführen. Damit sind Asphären mit Genauigkeiten von < 0,1 µm produzierbar.
Aufgrund der Maschinenkapazität kann Sill Optics asphärische Flächen von Ø 10 mm bis 180 mm herstellen. Die Messmethodik limitiert die Pfeilhöhe der asphärischen Flächen auf max. 17 mm. Damit sind insbesondere für kleinere Linsen Asphären mit sehr hoher numerischer Apertur kundenspezifisch herstellbar.
Sill Optics kann mit dieser Technologie Asphären mit konkaven Radien bis zu -25 mm und konvexe Radien von plan bis +10 mm anbieten. Alle sphärische Radien sind mit einer Genauigkeit von < 0,03 µm (= lambda/20) produzierbar. Das Standardprogramm umfasst Asphären mit 1“, 1,5“ und 2“ Durchmesser und Brennweiten von 30..200 mm.
Kundenspezifische Lösungen sind willkommen.

Vergütung

Linsenoberflächen lassen nur ca. 96% des Lichtes durch (Reflexion). Daher beschichtet (vergütet) man die Fläche mit einem dünnen dielektrischen Material. Diese Schicht aus 1-5 Lagen (in besonderen Fällen bis zu 50 Lagen) verhindert die Verluste am Übergang von Glas zu Luft (oder Luft zu Glas). Eine besondere Abstimmung der Schicht zur verwendeten Wellenlänge ist erforderlich, um die Verluste durch Reflexion auf bis zu 0,05% zu reduzieren. Antireflex-Schichten von 193 nm bis zu 1.900 nm sind verfügbar. Desweiteren bieten wir Kantenfilter, Bandpassfilter, Spiegel- und Teilerschichten sowie dicroitische Filter an.

Kontrolle

Wenn alle Produktionsschritte beendet sind, werden die Linsen mit einer Lupe oder einem Mikroskop auf vorhandene Oberflächenfehler untersucht. Um die hohen Anforderungen an die Qualität der Produkte zu gewährleisten, ist „Sill Optics„ nach » DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert und motiviert alle Mitarbeiter zu höchstem Qualitätsbewusstsein.

Fassungen

Sill Optics besitzt eine eigene Werkstatt zur Erstellung von Prototypen und Kleinserien mit Präzisions Drehmaschinen und einem 3D-CNC-Bearbeitungszentrum für Sondermechaniken. Bevorzugtes Material ist Aluminium (RoHs konform), jedoch sind auch Stähle oder Titan bearbeitbar. Nach der Bearbeitung werden die Teile schwarz eloxiert oder anderweitig, zur Vermeidung von Reflexionen, z.B. schwarz lackiert.

Montage

Optische Systeme (Objektive) bestehen aus mehreren Linsen, welche in die Objektivfassungen montiert werden. Die Linsen werden dabei sehr sauber gereinigt, randlackiert und staubfrei in die Fassungen zentrisch eingebaut. Modulare Systeme gewährleisten eine kostengünstige Montage und effektive Lagerhaltung. Alle Objektive werden im Labor geprüft. Die Abteilung beschäftigt 10 Personen plus 2 Azubis. Dabei werden bis zu 20.000 Objektive pro Jahr montiert und geprüft.

Testmöglichkeiten